Veröffentlichung 2025: Magazin Erwachsenenbildung​​​​​​​
Gesellschaftliche Transformationen verlangen vom Bildungssystem mehr als reine Wissensvermittlung. Es gehe vielmehr darum, Studierende zum Handeln und Mitgestalten zu befähigen, so die Autorin dieses Beitrages. Sie plädiert deshalb für einen grundlegenden Paradigmenwechsel in der universitären Weiterbildung – weg von prüfungszentrierter Wissensreproduktion hin zu einem kompetenzorientierten, wertegeleiteten und praxisnahen Lernen. Community Learning sieht sie dafür als vielversprechenden Ansatz. Hochschulen sollen Lernräume schaffen, in denen individuelle Handlungskompetenz gestärkt und kollektive Verantwortung gefördert wird. Lernprozesse dürften nicht länger als rein akademische Übungen verstanden werden. Vielmehr müssten Studierende in partizipativen Formaten reale gesellschaftliche Herausforderungen bearbeiten. Dialogisches Lernen, projektbasierte Methoden, Peer-Evaluation sowie hybride Lernumgebungen eröffnen laut der Autorin das Potenzial, Hochschulen aktiv zu Orten des gesellschaftlichen Wandels zu machen. Sie ruft dazu auf, Community Learning curricular zu verankern, Prüfungsformate stärker an Kompetenzen auszurichten und das Angebot an Service Learning auszubauen. Service Learning verknüpft gemeinwohlorientiertes Engagement mit akademischem Lernen und fördert dabei gezielt fachliche, methodische und soziale Kompetenzen. Darüber hinaus hält die Autorin es für notwendig, dass Hochschulen sich verstärkt als Initiatorinnen und Initiatoren gesellschaftlicher Innovationsprozesse begreifen. Nur so könne formale Bildung mehr Wirkung entfalten.

Džanić, Jasmina (2025): Community-Orientierung in der Hochschullehre. Die ­universitäre ­Weiterbildung neu denken. In: Magazin erwachsenenbildung.at. Das ­Fachmedium für Forschung, Praxis und Diskurs. Ausgabe 56, 2025. Online: https://erwachsenenbildung.at/magazin/ausgabe-56.
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